Daniel 7,27 / 1.Petrus 2,9 / Apostelgeschichte 9,6

Donnerstag 26.11.2020 – Der Fokus: Daniel 7,24-28 Der gotteslästerliche Herrscher - Daniel 7,27 / 1.Petrus 2,9 / Apostelgeschichte 9,6 - Übergabe der Herrschaft an die HeiligenAlfred Christlieb

Die Herrschaft über die Reiche und ihre Mächte werden den Heiligen übergeben, die sich mit Gott und seinem Willen eins gemacht haben

Die Faszination:

Daniel 7,27 Das Reich und die Herrschaft und die Macht und Größe aller anderen Reiche zusammen werden dann dem Volk der Heiligen des Höchsten gegeben. Sein Reich ist ein ewiges Reich und alle Mächte werden ihm dienen und gehorchen.

Von welcher ungeheuer großen Macht ist hier die Rede! Die Bibel will die unbeschränkte Macht andeuten, die Gottes Volk haben soll. Dieselbe erstreckt sich nicht nur über den ganzen Erdball, sondern auch über andere Weltenkörper. Was sind alle irdischen Machtstellungen gegen diese gottgeschenkte Gewalt! - Und wem wird dieselbe verliehen? - Gott spricht von dem "Volk des Höchsten", von den Leuten, welche ein Eigentum Gottes geworden sind, die nicht dem Fürsten dieser Welt, nicht der Sünde, nicht sich selber gehören. Es ist gemeint "das heilige Volk, das Volk des Eigentums, welches verkündet die Tugenden dessen, der es berufen hat von der Finsternis zu seinem wunderbaren Licht" (1. Petr. 2, 9). - Die Auswahl derer, die zu Gottes Volk gehören, geschieht hier unten danach, ob sie in allen Dingen fragen: "Herr, was willst du, das ich tun soll?" (Apg. 9, 6). Und so wird ewig und allein der Wille Gottes all ihr Tun und Lassen bestimmen. Ihr innerstes Wesen ist so geartet, dass sie gar nicht anders können, als ihm dienen und gehorchen. Alfred Christlieb aus Evangeliums.net

3.Mose 14,44+45

Freitag 30.10.2020 – Der Fokus: 3.Mose 14,33-57 Bestimmungen für den Befall von Häusern - 3.Mose 14,44+45Die Reinheit / Das geordnete und bereinigte Familienleben - Alfred Christlieb

Unsere Wohngemeinschaften immer wieder von Gott reinigen und neu gestalten lassen, bis unsere Besucher merken, dass Gott hier zuhause ist

Die Ermahnung:

3.Mose 14,44+45 Wenn sich ein Aussatzmal am Haus ausgebreitet hat, ist es ein bösartiger Aussatz am Haus. Es ist unrein und muss niedergerissen werden. Steine, Holz und aller Lehmputz muss an einen unreinen Platz außerhalb der Stadt geschafft werden. 

Wird einem Glied des Volkes Gottes klar, dass an seinem Haus ein solches Aussatzmal vorhanden ist, dann hin zu dem großen Hohenpriester und gefragt: Was soll ich tun? Nur den mit Aussatz behafteten Stein ausbrechen? Nur den Streit, das Unrecht und die Lieblosigkeit aufgeben oder - das ganze Haus fahren lassen? - Da hat ein Vater das "Aussatzzeichen" an seinem Hause klar erkannt. Nachlässigkeit hindert ihn, ernsthaft vorzugehen. Eines Tages entdeckt er dann an der Hand seines Lieblingskindes den Aussatz. Vergebens ist jetzt das Klagen. Das Kind ist zeitlebens verdorben! Und der Vater hat die Schuld! - Wohl dem, der schonungslos vorgeht, ohne Angst vor dem Verlust. Gott kann überreich ersetzen, wenn wir um des Gewissens willen aufräumen mit dem, was dem heiligen Gott missfällt. - Hat dein Haus sicher kein Aussatzmal? Alfred Christlieb aus Evangeliums.net

Montag 13.5.2019 – Die Chronik: Die Verherrlichung des KönigsDer Fokus: Stephanus der erste Märtyrer Apostelgeschichte 6,8-15Apostelgeschichte 6,8 / Lukas 12,49VIEVLG 8+11 – Die geistliche Vorbereitung

Das Feuer, das in uns Christen entzündet worden ist, hell und warm brennen lassen, um Gott auch gegen Widerstände durch konkrete Taten und Projekte zu verherrlichen

Die Faszination:

Apostelgeschichte 6,8 Stephanus war besonders begnadet. Gott hatte ihn mit einer Kraft erfüllt, in der er Wunder und erstaunliche Zeichen unter den Menschen wirkte.

In Menschen, in denen Jesus Christus sein göttliches Werk tun konnte und weiter tun kann, hat er ein heiliges Feuer angezündet, das auch überspringt auf andere und sie hineinzieht in die Glut heiliger Weihe für Gott: „Ich bin gekommen, ein Feuer auf der Erde zu schleudern, und was wünsche Ich mehr, als dass es schon hell brennte“ - Die Stätte, da das heilige Feuer in uns entzündet und in Brand gehalten wird, ist der Gebetsaltar in unserem Herzen – das Alleinsein mit Gott, das tägliche Stillwerden vor dem Angesicht des Herrn. Es gilt Schritte zu tun bis zu seinem Thron, so dass er uns in der Verborgenheit sein Herz auftun kann. Hier will er in uns hineinlegen, was heute für ihn Frucht bringen soll in unserem Alltag. Christa von Viebahn "Vom Leben im Geist" Seite 8+11

4.Mose 9,19+20

Donnerstag 15.10.2020 – Der Fokus: 4.Mose 9,15-23 Die Wolke über der Stiftshütte als Zeichen der Gegenwart und Führung Gottes - 4.Mose 9,19+20 - Gott der Gestalter der Zukunft / Auf Gottes Führung achten - Alfred Christlieb

Geduldig und lernfleißig die Zeiten des Wartens zu Zeiten des Erwartens – als Einzelne und als Gemeinschaften – für Aufbrüche machen, die uns und unsere Umfelder bewegen können

Der Lebensstil:

Bei ihrer Wüstenwanderung hinter der Wolkensäule her haben die Kinder Israel Wichtiges gelernt, zunächst Aufmerksamkeit auf die Führungen Gottes. Die Wolkensäule führte oft seltsame, unbegreifliche Umwege. Manchmal blieb sie lange in der Wüste stehen, so sehr die Israeliten darauf brannten, vorwärts zu kommen. Wenn die Wolke viele Tage auf der Wohnung stehen blieb, folgten die Israeliten der Weisung Jahwes und machten einen längeren Aufenthalt. Blieb sie nur wenige Tage, zogen sie entsprechend früher weiter, immer nach Jahwes Befehl.“  Wie hat da manch ein Feuergeist mit seiner Ungeduld kämpfen müssen, ehe er das Warten lernte. - Ein Christ ist ein Mensch, der warten kann. Warten heißt, mit Mose 40 Jahre in der Wüste der göttlichen Berufung ausharren. Warten heißt, mit Joseph geduldig im Gefängnis bleiben, wenn der Mundschenk sein Versprechen vergisst. Warten heißt, mit dem jung bekehrten Eiferer Saulus in Tarsus bleiben, bis Barnabas einen wieder in die Arbeit ruft. Können wir warten? Auch wenn die Wolkensäule monatelang über einem schweren Krankenlager Halt macht? Alfred Christlieb aus Evangeliums.net

Montag 20.7.2020 – Der Fokus: Apostelgeschichte 26,24-32 Paulus fordert König Agrippa auf an Jesus zu glauben - Apostelgeschichte 26,29Das missionarische Leben / Das Gebet als MissionAlfred Christlieb

Zeuge von Jesus Christus werden, indem er sein Leben in uns so verwirklichen kann, dass wir von unserem Lebensstil so überzeugt sind wie Paulus und für alle Menschen um uns beten können, dass sie so leben wie wir

Der Lebensstil:

Apostelgeschichte 26,29 Darauf sagte Paulus: "Ich bete zu Gott, dass früher oder später nicht nur du, sondern alle, die mich heute hören, das werden, was ich geworden bin, ausgenommen natürlich diese Fesseln."

Was Paulus durch die lebendige Gemeinschaft mit Jesus besaß, war unendlich mehr als alles, was die erlauchte Gesellschaft des Königs Agrippa um ihn her aufzuweisen hatte. Wenn aber ein Mensch mit solcher Bestimmtheit auftreten und auch anderen seinen sicheren Besitz wünschen kann, so macht das bis heute tiefen Eindruck auf die Welt. Im tiefsten Grunde ist sie nämlich bei ihren irdischen Ehren und Gütern weder befriedigt, noch sicher. Gott mehre die Zahl der Christen, die so klar in der Freude und im Frieden Christi dastehen, dass sie andern fröhlich zurufen können: "Ich wünschte vor Gott, ihr würdet alle wie ich!" Alfred Christlieb aus Evangeliums.net

Dienstag 3.9.2019 – Die Chronik: Die wunderbare Schöpfung und das Drama MenschDer Fokus: 1.Mose 18,16-33 Abraham betet für Sodom1.Mose 18,22+23Alfred ChristliebGebet als Fürbitte

In inniger Beziehung mit Gott bleiben und vor ihm stehen bleiben, wenn uns etwas betroffen gemacht hat und dafür vor ihm eintreten

Der Lebensstil:

1.Mose 18,22+23 Da wandten sich die Männer ab und gingen nach Sodom, während Jahwe noch bei Abraham stehen blieb. Nun trat Abraham vor und sagte: "Willst du wirklich den Gerechten mit dem Gottlosen umbringen?

Für unsere Zeit ist nichts so notwendig als Menschen, von denen es heißt, wie von Abram: "Er blieb stehen vor Gott.''Wir wollen täglich eine Zeit haben, wo Gott allein vor uns steht und wir vor Gott. - Abram bekam über dem Gebet immer mehr Mut. Zuerst bat er Gott, Sodom zu verschonen, wenn 50 Gerechte darin waren. Zuletzt wagte er zu bitten, Gott möge schonen, wenn auch nur 10 Gerechte sich vorfänden. Mit dem Mute wuchs aber auch in gleichem Maße die Demut Abrams. Es ist nichts von unehrerbietiger Dreistigkeit bei ihm zu spüren. Er sieht sich nicht an als eine bevorzugte Person, sondern spricht: "Ach siehe, ich habe mich unterstanden, zu reden mit dem Herrn, wiewohl ich Erde und Asche bin." Als Abram merkt, dass Gott auf sein Bitten um Schonung eingeht, spricht er: "Zürne nicht, dass ich noch mehr rede." Und späterhin heißt es: "Ach, zürne nicht, dass ich nur noch einmal rede!"- So sieht echtes Gebetsleben aus. Je höher der Glaubensflug, desto tiefer die Demut. - Das wollen wir lernen von Abram als Beter. Alfred Christlieb aus Evangeliums.net

Freitag 5.10.2018 – Fokus: Apostelgeschichte 19,23-41 –  Apostelgeschichte 19,35CHREVNDas Sprechen

Emotionalen Aufruhr und Konflikte entschärfen können, indem wir sie als Chance sehen, durch unsere besondere Weisheit auf Gott aufmerksam zu machen.

Der Königsweg: Apg 19,35 Da beruhigte der Stadtschreiber das Volk und sprach: Ihr Männer von Ephesus, wo ist denn ein Mensch, der nicht wüßte, daß die Stadt Ephesus die Tempelpflegerin der großen Diana und des vom Himmel gefallenen Bildes ist?

Wir lauschen hier der Ansprache eines Politikers, eines hohen Beamten der Stadt Ephesus. Auch von solchen können Christen etwas lernen. Die Lage des Kanzlers war nicht ganz einfach. Es galt, die erregte Volksmasse wieder in ruhige Bahnen zurückzuführen. Ein einziges, unweises Wort hätte die Volksleidenschaft neu entfesseln und unberechenbaren Schaden anrichten können. Auf der einen Seite musste er jede unnötige Schärfe vermeiden, auf der anderen die nötige Festigkeit zeigen. Es gelang ihm, seine Aufgabe zu erfüllen. Die weise Ansprache des Kanzlers kann allen, welche andere von einem falschen Weg zurückbringen möchten, drei Hinweise geben. 1. Bevor er tadelt, lobt er. 2. Er spricht seinen Tadel in der mildesten Form aus. 3. Der Kanzler schließt sich selbst mit ein bei seinen Worten. Alfred Christlieb aus Evangeliums.net

Freitag 7.9.2018 – Fokus: Apostelgeschichte 18,18-28 –  Apostelgeschichte 18,26 / Jakobus 1,5CHREVNDer Umgang in Weisheit

An Weisheit auch als Paar zunehmen, um Mitchristen in die Lehre über Gott immer tiefer einweigen zu können.

Der Königsweg: Apostelgeschichte 18,26 Dieser Apollos begann freimütig in der Synagoge zu sprechen. Als Priszilla und Aquila ihn dort hörten, luden sie ihn zu sich nach Hause ein und erklärten ihm die Lehre Gottes noch genauer.

Nicht jeder hätte sich dazu geeignet, diesen bedeutenden Redner auf das, was ihm noch fehlte, in der richtigen Weise aufmerksam zu machen. Wie wichtig ist doch die Kunst, andere Menschen zu belehren, dass sie etwas von uns annehmen. Wie selten wird sie gefunden. Von Aquila und Priscilla können wir etwas von dieser heiligen Kunst lernen. Drei Hinweise können wir aus ihrem Verhalten lernen, indem wir beachten: wann, wo und wie sie den Apostel unterwiesen. 1. Erst nachdem sie ihn persönlich gehört, also aus eigener Anschauung Vorzüge und Mängel dieses Gottesknechtes kennengelernt hatten, sprachen sie mit ihm ("da ihn aber Aquila und Priscilla hörten"). Wollen wir andere belehren, so lasst uns dieselben zuerst so kennenlernen, dass wir imstande sind, ein eigenes Urteil über sie zu gewinnen und ihnen gerecht zu werden. 2. Nicht vor versammeltem Publikum, nicht in der Versammlung der Synagoge widersprachen sie ihm irgendwo oder machten ihn dort auf die große Lücke in seiner Erkenntnis aufmerksam, vielmehr suchten sie ein stilles Zusammensein mit ihm zu erreichen, was ihnen auch gelang. (Sie "nahmen ihn zu sich"). 
Welch zartes Taktgefühl liegt doch in der Wahl dieses Ortes ihrer Unterweisung. Lasst auch uns niemals einem von Gott gesegneten Werkzeug in Gegenwart anderer Menschen, etwa in der Versammlung, in liebloser Weise entgegentreten. Wir verschließen uns dadurch vielleicht selbst eine Türe, die uns offenstehen könnte. 3. Bei ihrer Unterweisung knüpften Aquila und Priscilla an das an, was Apollos schon an richtiger Erkenntnis des göttlichen Weges besass. Sie stellten sich nicht so, als ob das, was Apollos bis dahin erkannt hatte, noch gar nichts wert wäre. (Sie "legten ihm den Weg Gottes noch tiefer aus"). Demut und Liebe gaben ihnen die richtige Weisheit ins Herz und auf die Lippen. Man merkt, dass sie nicht umsonst so lange in der Gemeinschaft des Paulus gelebt hatten. - Gott gebe uns von der Weisheit dieses Ehepaares ein reiches Maß! (
Jakobus 1, 5). Alfred Christlieb aus Evangeliums.net

Mittwoch 22.8.2018 – Lesung: Apostelgeschichte 15,1-21Apostelgeschichte 15,5-9 - CHREVNDie Einheit unter Christen

Die Faszination: Apostelgeschichte 15,5-9 Einige, die zur Partei der Pharisäer gehört hatten und zum Glauben an Jesus gekommen waren, standen auf und erklärten: "Man muss die Nichtjuden beschneiden und sie anweisen, das Gesetz Moses zu halten." Daraufhin setzten sich die Apostel und Ältesten zusammen, um diese Frage zu beraten. Nach einer langen Diskussion stand Petrus auf und sagte: "Liebe Brüder! Gott hat euch schon vor langer Zeit seine Entscheidung klar gemacht. Ihr wisst, dass die Nichtjuden durch mich die Heilsbotschaft hören und zum Glauben kommen sollten. Und Gott, der die Herzen aller Menschen kennt, hat bestätigt, dass auch sie dessen würdig sind, indem er ihnen genauso wie uns den Heiligen Geist gegeben hat. Gott machte zwischen ihnen und uns keinen Unterschied. Durch den Glauben reinigte er ihre Herzen.

Wir versetzen uns einen Augenblick mitten in die Konferenz in Jerusalem. Wir hören auf der einen Seite eine Anzahl Judenchristen, wie sie aufs eifrigste die Notwendigkeit der Beschneidung und Gesetzesbeachtung aus der Schrift zu beweisen suchen. Wir hören andere, die das Gegenteil sagen. Lange Zeit wurde diese Frage erörtert, ohne dass Klarheit entstand. Endlich erhoben Petrus, Paulus, Barnabas und Jakobus ihre Stimme und zeigten den richtigen Weg. Ihr Wort drang mit göttlicher Kraft durch die ganze Versammlung. Die Nebel der Unklarheit verschwanden, und einmütige Überzeugung kam in alle Herzen Diese bewährten Väter in Christo, diese Männer voll Geistes waren es, durch die Gott Klarheit in die Streitfrage brachte. - Beachten wir, dass die Apostel, deren Wort den Ausschlag gab, in keiner Weise herrschsüchtig auftraten. Sie beanspruchten nicht mehr Recht und Geltung als alle anderen. Sie ließen die übrigen ungehindert zu Wort kommen und vergewaltigten die Versammlung auch nicht im Geringsten. Gott aber verschaffte ihrem Wort Ansehen. - Möge Gott an allen Orten, wo Schwierigkeiten vorliegen, demütige, bewährte, in seinen Wegen und in seinem Wort erfahrene Brüder schenken, durch die er Klarheit geben kann. Alfred Christlieb aus Evangeliums.net

Mittwoch 23.4.2018 – Die Chronik: Die Gründungszeit des ersten Staates IsraelDer Fokus: Simson erschlägt tausend Phillister Richter 15,9-20 - Richter 15,18+19 / Psalm 84,6Alfred Christlieb - Das Gebet als Anrufen

Der Schrei nach Gottes Eingreifen für seine Kämpfe, die er durch uns führt, wird erhört durch neue Stärkung

Die Faszination:

Richter 15,18+19 Da ihn aber sehr dürstete, rief er den HERRN an und sprach: Du hast durch die Hand deines Knechtes dieses große Heil gegeben; soll ich nun aber vor Durst sterben und in die Hand der Unbeschnittenen fallen? Da spaltete Gott die Höhlung, die bei Lechi ist, so daß Wasser herausfloß; und als er trank, kehrte sein Geist wieder, und er lebte auf. Darum heißt man sie noch heute «Quelle des Anrufers»; sie ist bei Lechi.

Niemand sollte verzagen, wenn ihm sterbenselend zumute ist. Gott leitet manchmal die Wunder seiner Hilfe ein, indem er uns in jämmerliches Elend versetzt. Er will, dass wir schreien lernen. Wandle nur dein brennend heißes Verlangen in Anrufung Gottes, in flehendes Schreien: "Du hast Heil gegeben, nun muss ich vor Durst sterben!" Es wird auch bei dir heißen: "Da spaltete Gott die Höhlung, dass Wasser herausging." - Ein einziger Anrufer kann für eine ganz öde Gegend Belebung durch Gott erlangen. Fast immer geht es dabei durch hoffnungslose Nöte. Nie mag es dem Simson so jämmerlich zumute gewesen sein, als damals bei Lehi. An keiner Stelle mag man aber auch so dankbar seiner gedacht haben als dort. Die Stadt war gerettet, und die wasserlose Gegend hatte eine Quelle erhalten: Des Anrufers Brunnen! Psalm 84, 6 f. sagt: "Wohl den Menschen, die Gott für ihre Stärke halten und von Herzen ihm nachfolgen, die durch das Jammertal gehen und machen daselbst Brunnen." - Möchten viele Brunnen des Anrufes entstehen, wo es jetzt noch dürre ist! Alfred Christlieb aus Evangeliums.net