Schwäche und Stärke

3.Mose 20,7+8 / 2.Korinther 12,9+10

Donnerstag 26.10.2017 – Die Lesung: 3.Mose 20+21 – Der Fokus: 3.Mose 20,1-27 Strafen für schwere Verirrungen und Aufruf zur Heiligung3.Mose 20,7+8 / 2.Korinther 12,9+10Schwäche und Stärke - SCHDKL 61

Sich von Gott heiligen lassen und die eigene Schwäche rühmen, dass die Kraft von Christus in mir wohnen kann

Die Orientierung:

Die Achtung hat eine schöpferische und heilende Kraft. 3.Mose 20,7+8 So sondert euch von alldem ab und lebt heilig, denn ich bin Jahwe, euer Gott! Ihr sollt euch nach meinen Ordnungen richten! Ich bin Jahwe, der euch heiligt! Wenn wir unser Leben heiligen (lassen) – denn das ist die Selbsterziehung, zu der wir berufen sind -, dann werden wir das Schwache in uns achten und es durch die Achtung stärken. Umgekehrt werden wir dem Starken in uns nicht erlauben, sich durch Selbstgefälligkeit noch einsamer zu machen, sondern wir werden das Starke in uns zur Demut führen. 2.Korinther 12,9+10 Meine Gnade ist alles, was du brauchst, denn meine Kraft kommt gerade in der Schwachheit zur vollen Auswirkung.« Daher will ich nun mit größter Freude und mehr als alles andere meine Schwachheiten rühmen, weil dann die Kraft von Christus in mir wohnt. Mit anderen Worten: Wo das Starke in uns zur Demut fähig ist, wird es das Schwache in uns stärken. Ohne diese Demut wird jede Stärke zur Schwäche und jede Gabe zur Sünde. Ich bin überzeugt: Das berühmte Wort aus dem Philipperbrief gilt nicht allein für das versöhnte Miteinander der menschlichen Gemeinschaft, sondern in einer verborgenen Weise, auch für das versöhnte Ineinander einer geheiligten Seelenwelt. Das Wort heißt: „In Demut achte einer den anderen höher als sich selbst.“ Michael Schleske aus „Der Klang“ Seite 61