Donnerstag 12.12.2019 – Die Chronik: Gott wird Mensch - Der Fokus: Joh.1,1-14 Christus das mächtige und den Menschen suchende Wort Gottes - Johannes 1,14 -– Gott der Menschensucher - SCHEVA 48

Gottes Suchen nach den Menschen in Jesus Christus zutiefst wahrnehmen, eine zunehmend inniger werdende Beziehung mit ihm leben und davon erfüllt sein Werkzeug seines Suchens werden

Die Orientierung:

Johannes 1,14 Er, das Wort, wurde Mensch und lebte unter uns. Wir haben seine Herrlichkeit gesehen, eine Herrlichkeit voller Gnade und Wahrheit, wie sie nur der einzigartige Sohn vom Vater bekommen hat.

Gott hat sich in Jesus von Nazareth herausgezeugt aus seiner überschwenglichen Gottheit. Herausgezeugt und in unsere eigene Gestalt hinein gefangen gegeben. Er ist nicht Gott an sich. Er ist der Gebundene, der sich selbst bindende und gefangen gebende Gott: für uns- Christus ist der ist der uns Menschen zugewandte Gott. Er ist der uns im Menschenwesen, in Menschengestalt, das heißt in der Weise unseres eigenen verweslichen Fleisches und Blutes zugewandte Gott. Der Menschwerdende ist kein anderer als der Menschsuchende. Paul Schütz aus „Evangelium“ Seite 48

Mittwoch 2.10.2019 – Die aktuelle StudieDer Fokus: Lukas 4,16-30 Der Prophet Jesus in seiner VaterstadtLukas 4,16-21 / Jesaja 61,1Gott der seine Zusagen erfülltSCHEVA 78f

Eintauchen in die Erfüllung des Wortes Gottes in der Bibel, um selbst ein Teil von ihr zu werden und zu erleben, dass die Zeit still steht und Gott gegenwärtig sein kann

Die Faszination:

Lukas 4,16-21 So kam er auch nach Nazaret, wo er aufgewachsen war. Wie gewöhnlich ging er am Sabbat in die Synagoge. Als er aufstand, um aus der Heiligen Schrift vorzulesen, reichte man ihm die Schriftrolle des Propheten Jesaja. Er rollte sie auf und fand die Stelle, wo es heißt: "Der Geist des Herrn ruht auf mir, weil er mich gesalbt hat. Er hat mich gesandt, den Armen gute Botschaft zu bringen, den Gefangenen ihre Freilassung zu verkünden, den Blinden zu sagen, dass sie sehend werden, den Unterdrückten die Freiheit zu bringen und ein Jahr der Gnade des Herrn auszurufen." Er rollte das Buch zusammen, gab es dem Synagogendiener zurück und setzte sich. Alle in der Synagoge sahen ihn erwartungsvoll an. "Heute ist dieses Schriftwort, das ihr eben gehört habt, in Erfüllung gegangen", fing er an.

Im neuen Testament findet sich das klassische Modell der Entschlüsselung, das uns Jesus selbst gegeben hat. Es findet sich im Evangelium nach Lukas 4,16f. In der Synagoge zu Nazareth faltet er die Jesajarolle auf. Sein Blick fällt auf folgende Stelle Jesaja 61,1: „Der Geist des Herrn ist bei mir“. „Ist“ steht da. Dieses Ist meint das Jetzt und Hier dieser Anwesenheit, seiner „Parusie“ in der Zeit. – Und seine Auslegung hat nur einen Satz, und dieser Satz nur ein Wort, in dem es gipfelt: „Heute“. Heute ist diese Schrift erfüllt im prophetischen „Ist“. – Es gibt Augenblicke im Leben von Jesus Christus, da bricht dieses Heute der erfüllten Zeit durch alle Vorstellungen hindurch und überflutet sein ganzes Bewusstsein. So entschlüsselt sich das Inkognito, das durch die Bibel geht. Alles steht auf das Jetzt und Hier, das meines ist. Wo die Stimme vernommen wird, da sind die Zeiten aufgehoben, da ist das Einst anwesendes Heute, da ist das Jenseits inseits geworden. Paul Schütz aus „Evangelium“ Seite 78f

Dienstag 4.2.2020 – Die Chronik: Der wahre König tritt aufDer Fokus: Lukas 4,14+15 Jesus wandert durch Galiläa von einem Ort zum anderen - Lukas 4,14Die Kraft des Reiches Gottes - SCHEVA 197 - Es ist die Kraft des Herrn …

In der Kraft des Geistes leben, um wie Jesus in unserem Umfeld helfend und heilend abzugeben wie er, durch unser Sein, aber auch körperlich, durch Gebet auch in der Ferne

Die Faszination:

Lk 4,14 Und Jesus kehrte in der Kraft des Geistes zurück nach Galiläa; und das Gerücht von ihm verbreitete sich durch die ganze umliegende Landschaft.

Lukas sagt von Christus, er sei in der Kraft des Geistes nach Galiläa gekommen. Der Gang, den er jetzt tut bis zum Tag seiner Auferstehung, bleibt eine unverständliche Sache ohne dieses: „in der Kraft des Geistes“. Und der Logos war Fleisch. Das darf keinen Augenblick vergessen werden von dem, der diesen Lauf beschreibt. Eine Wolke von Kraft steht unsichtbar um ihn her, wo auch immer er geht. Die alte Christenheit wusste das noch. Für sie war es das schlechthin Selbstverständliche, dass diese Wolke um ihn stand. Sie hat das mit einem einfachen Zeichen zum Ausdruck gebracht, das wir den Heiligenschein nennen. Sie verstand diese Kraft des Geistes noch so realistisch, wie sie tatsächlich ist. – Nicht einer der ihm nachgefolgt wäre und ohne diesen Glanz geblieben wäre! Auf allen leuchtet er auf, der Königsglanz der Macht. Paul Schütz aus „Evangelium“ Seite 197

Donnerstag 23.1.2020 – Die Chronik: Der wahre König tritt aufDer Fokus: Matthäus 4,1-11 Die Versuchung von Jesus in der Wüste - Matthäus 4,3+4Die Macht der VersorgungSCHEVA 182/183

Sich nicht gehen lassen in der Versorgung von Lebensmitteln jeder Art, sondern vor allem von und für Gott zu leben, der uns dann auch versorgt

Die Mahnung:

Matthäus 4,1-11 Da trat der Versucher an ihn heran und sagte: "Wenn du Gottes Sohn bist, dann befiehl, dass diese Steine hier zu Brot werden." Aber Jesus antwortete: "Nein, in der Schrift steht: 'Der Mensch lebt nicht nur von Brot, sondern von jedem Wort, das aus Gottes Mund kommt.‘“

Die schwerste aller Versuchungen kam aus der Geschichte seines Volkes auf ihn zu: Aus der Erwählung, die irdisch verstanden war; aus der Verheißung, die durch Rauch und Flamme kreatürlicher Sucht verdunkelt war. Es war die Versuchung des politischen Messianismus. – Brot sollte er aus den Steinen machen. Das ist die Versuchung durch Magie das Reich zu schaffen. Durch Zauber soll er die Erde in Brot verwandeln. Das ist Macht, Reichtum, Wohlfahrt, Stärke, Gold, Trieb und Samen. Brot, das ist die Quelle aller Energien der Menschheitsbeglückung, des sozialen Friedens, des Völkerfriedens, des Reichs des irdischen Messias. Das soll er schaffen, weil er im Bund steht mit den höchsten Gewalten. – Christus mit ganz anderen Augen als der Versucher. Er sieht vor allem den Menschen ganz anders. – Er sieht den Menschen nicht als Erde essende Kreatur. Er sieht ihn ganz nahe bei Gott. Er sieht ihn als den, der nicht nur vom Brot lebt, sondern von dem Wort, das aus dem Mund Gottes geht. Hier ist im Anfang des Weges die Entscheidung bereits gefallen gegen das politische Messiassymbol der Juden. Der Mensch ist der Träger des Reiches. Das ist seine Urbestimmung, die alles Politische nur parodiert. Seite 182/183

Montag 17.2.2020 – Die Chronik: Der provozierende König –  Der Fokus: Markus 3,13-19 Jesus wählt zwölf Jünger  - Markus 3,13-15 / Johannes 15,5Als Jünger ausgewählt / Der Auftrag Dienst an der Welt - SCHEVA 243/244

Als Jünger von Jesus eingestellt wie eine Angestellte, der Welt wie Kunden zu dienen, um sie für ihn zu gewinnen und ihnen Gutes zu tun

Die Orientierung:

Markus 3,13-15 Dann stieg Jesus auf einen Berg und rief die zu sich, die er bei sich haben wollte. Sie traten zu ihm, und er wählte zwölf von ihnen aus, die er ständig um sich haben und später aussenden wollte, damit sie predigten und in seiner Vollmacht Dämonen austrieben. Johannes 15,5 Ich, ich bin der Weinstock; ihr seid die Reben. Wer mit mir verbunden bleibt und ich dann auch mit ihm, der trägt viel Frucht. Denn getrennt von mir könnt ihr nichts ausrichten.

Jesus wählte nicht nach dem, was vor Augen lag. Er wählte die zwölf nicht zu Großen in der Geschichte. Ihre Wahl geschah im geheimnisvollen Erblicken des verborgenen Wesens hinaus in die himmlische Zeit. Er wählte nicht wie wir Menschen auswählen. Denen die sichtbare Leistung das Wichtigste ist. Wählte er doch auch abgründig geheimnisvoll den Jünger, der ihn verriet. Auch der war gewählt. – Er wählte die Zahl zwölf. Er der Stock, und zwölf Reben aus ihm. Das ist das Urbild der Gemeinde, das er hineinsetzt in das wogende Chaos des Volkes. Er setzt es hinein als den Fruchtbaum, den Weinstock, aus dem der Saft des Heils in die Traube perlt. Damit alle genesen und leben, die von ihm nehmen. So ordnet er die Zwölf, dass sie bei ihm sein sollten, nicht für ihn, nicht für sich, sondern für die draußen, für die Welt. Das ist der Anfang seiner Kirche. Hier liegt ihr Grundgesetz. Das Grundgesetz aber ist Dienst an der Welt. Predigen, Heilen, Bannen. Paul Schütz aus „Evangelium“ Seite 244

Mittwoch 11.3.2020 – Die Chronik: Der provozierende KönigDer Fokus: Markus 6,7-13 Die Aussendung der 12 Jünger - Markus 6,7Die Macht des Geistes - SCHEVA 287

Die Macht des Geistes voll zuschalten, um dem Bösen gewachsen zu sein und es überwinden zu können

Die Orientierung:

Mk 6,7 Dann rief er die Zwölf zu sich und fing an, sie zu zweit auszusenden. Er gab ihnen Vollmacht über die bösen Geister

Nur der Mächtige kann erobern. Nur der Mächtige kann Gewalt verleihen denen, die er gesendet hat. Mit dem Akt der Machtspendung beginnt die Stiftung der Kirche. Der erste Artikel der Stiftungsurkunde heiß: „Und gab ihnen Macht.“. Er gab ihnen genau die Macht, die er selbst besaß, die Macht über den Bösen. Er gab ihnen den Geist. Die Macht ist der Geist. Der Feind ist der Böse. Die Beute ist die Welt. Paul Schütz aus „Evangelium“ Seite 287

Freitag 13.3.2020 – Die Chronik: Der provozierende KönigDer Fokus: Mar.6,33-44 Jesus organisiert für fünftausend Menschen Essen - Markus 6,40-42Die Verwandlung - SCHEVA 293

Die Chronik: Coronavirus - Winziger Partikel, große Wirkung Sars-CoV-2 ist eine Herausforderung für die Gesundheitssysteme und die Wirtschaft in aller Welt. Ein Überblick.

In zunehmender Berührung mit Jesus, in großer Freiheit, dieselben Lösungen wie er in unseren Umfeldern anregen und so ihn verherrlichen

Die Orientierung:

Markus 6,40-42 Als sie sich in Gruppen zu hundert und zu fünfzig zusammengesetzt hatten, nahm Jesus die fünf Brote und die zwei Fische in die Hand. Er blickte zum Himmel auf und dankte Gott dafür. Dann brach er die Fladenbrote in Stücke und gab sie den Jüngern, damit sie diese an die Leute austeilten. Auch die zwei Fische ließ er unter alle verteilen. Und alle aßen sich satt.

Die alten Ordnungen, die die Welt zusammenhalten, die lösen sich jetzt, verlieren ihre Dichtigkeit und werden durchlässig. Sie verlieren ihre Starrheit und werden willig. Sie verlieren den Knechtszwang und beseelen sich mit helfender Freiheit. Nur dort begibt sich dieses Lösen, wo er mit seinem Finger daran rührt. Und dieses Lösen ist so, dass da nicht der Sturz in die Tiefe folgt wie überall dort, wo wir Menschen uns an diese Ordnungen zu rühren vermessen. Sie löst sich in die Fülle, in die Seligkeit, sie löst sich aus der Klammer der toten Form in Gottes freie Schöpferhand hinein. Auch der Raum verliert seine Starre. In der Verwandlung wird alles wieder flüssig. – In dem kleinen Raum der fünf und zwei wächst jetzt das Brot aus dem Himmel. Er wächst über die Fünftausend hinaus und kommt in zwölf Körben wieder zurück zu dem, von dem es ausging. Paul Schütz aus „Evangelium“ Seite 293

Mittwoch 22.1.2020 - Die Chronik: Der wahre König tritt aufDer Fokus: Markus 1,9-11 Die Taufe von Jesus durch Johannes dem TäuferMarkus 1,9+10 / Jesaja 66,13Gott als Mutter / Der Heilige Geist als Taube - SCHEVA 376

Gott, auch als Mutter erleben, die uns durch den Heiligen Geist sättigt und tröstet, um alle Tätigkeiten zunehmend in ihm zu tun

Die Ermutigung:

Markus 1,9+10 Damals kam auch Jesus aus Nazareth in Galiläa und ließ sich im Jordan von Johannes taufen. Noch während er aus dem Wasser stieg, sah er, wie der Himmel sich öffnete und der Geist Gottes wie eine Taube auf ihn herabfuhr.

Nicht als menschliche Taube, sondern als Täubin lässt der Heilige Geist sich auf den Sohn in der Jordantaufe nieder. Christus will nach seiner Abwesenheit den Verwaisten als mütterliche Macht Nahe sein: Er will ihn den Tröster senden. Ich will Euch trösten wie einen seine Mutter tröstet. Jesaja 66,13 Über dieses Wort ist Zinzendorf zum einsamen Erinnerer an die mütterliche Person in Gott in der nachreformatorischen Zeit geworden: „ Denn dafür sollt ihr saugen und satt werden von den Brüsten ihres Trostes. Ihr sollt dafür saugen und euch ergötzen von der Fülle ihrer Herrlichkeit. Denn so spricht der Herr: Siehe ich breite aus den Frieden bei ihr wie ein Strom. Und die Herrlichkeit der Heiden wie einen ergossenen Bach. Da werdet ihr saugen. Ihr sollt auf den Armen getragen werden, und auf den Knien wird man euch halten. Ich will euch trösten wie einen seine Mutter tröstet.“ Paul Schütz aus „Evangelium“ Seite 376