Die Gemeinschaft unter Christen - koinonia

Die Gemeinschaft unter Chrísten

„Koinonia hat die Grundbedeutung 1. Anteilhaben. 2. Anteilgeben. 3. Gemeinschaft (im Sinne eines beidseitigen Verhältnisses).“32 Um das besser verständlich zu machen, spreche ich gern von der Gemeinschaft im Geben und Nehmen.33 Das ist vom Neuen Testament her in einem weiten Horizont gemeint:

  • - berufen in die koinonia seines Sohnes (1Kor 1,9)
  • - sie verharrten in der koinonia (Apg 2,42)
  • - das Wohltun und die koinonia vergeßt nicht (Hebr 13,16)

Die Gemeinschaft als koinonia hat also drei Richtungen: die Teilhabe an Christus, die Teilhabe der Glaubenden aneinander und die Teilgabe mit der Welt im Sinn von Mission und Diakonie. Wenn wir die koinonia als den „Markenkern“ der Ökumene ansehen, dann gelten für die Gestaltung der Gemeinschaft im Volk Gottes alle drei Ebenen: die Teihabe an Christus, die gegenseitige Teilhabe der Glaubenden und die Teilgabe in die Situation der Gesellschaft hinein. Damit gelten auch die Querverbindungen, die für die koinonia konstitutiv sind: Die Gemeinschaft der Christen untereinander wird nur in dem Maß wachsen, in dem unsere Teilhabe an Christus wächst, und das gilt ebenso für die Kraft unseres Zeugnisses und unserer diakonischen Verantwortung. Und weil die koinonia eine Gemeinschaft im Geben und Nehmen ist, darf sie nicht als Appell zu immer neuen Aktivitäten daherkommen, sondern als Ermutigung, das zu geben, was wir haben, und das anzunehmen, was uns fehlt - im persönlichen Leben, in der Gemeinde und auch in der koinonia des ganzen Volkes Gottes.

  1. Wir bewegen uns aufeinander zu.
  2. Wir glauben den Glauben im Anderen.
  3. Wir finden den Glauben im Anderen.
  4. Wir erkennen in unserer Unterschiedlichkeit unsere Berufung zur koinonia.
  5. Wir erkennen als Kirche unsere Gaben für die anderen und geben Anteil.
  6. Wir erkennen als Kirche unsere Grenzen und nehmen Anteil.
  7. Wir leben unsere ökumenische Aufgabe: die Einheit werden, die wir sind.
Aus dem Vortrag von Siegfried Großmann "Ökumene als Teilhabe"

 

Donnerstag 12.9.2019 – Die aktuelle Studie – Der Fokus: Philipper 1,1-7 Begrüßung und Motivation – Philipper 1,5+6 / Philipper 4,15+16 - Die Gemeinschaft unter Christen / koinonia - John F. MacArthur

Als von Gott befähigter Partner in der Organisation des Reich Gottes, im ununterbrochenen Geben und Nehmen, dessen Existenz, Entwicklung und Erfolg zur Ehre Gottes anstreben

Der Lebensstil:

Philipper 1,5+6 Denn ihr habt euch vom ersten Tag an mit mir für die gute Botschaft eingesetzt. Und das tut ihr bis heute. Ich bin ganz sicher, dass Gott das gute Werk, das er in euch angefangen hat, auch weiterführen und am Tag, an dem Christus wiederkommt, vollenden wird.

In letzter Zeit verwendet man unter Christen gern das griechische Wort koinoonia als das neutestamentliche Wort für "Gemeinschaft", obwohl es auch mit "Partnerschaft"  oder "Teilhabe" übersetzt wird. In Philipper 1,5 verwendet Paulus es, um die Teilhabe der Philipper an vielerlei Verkündigungsarbeit zu betonen. – In Römer 12,13 finden wir einen Aspekt dieser Partnerschaft oder Teilhabe: Beitragszahlung. Das war eine der Sparten von Gemeinschaft, die von der Gemeinde in Philippi Paulus gegenüber eifrig gepflegt wurde. So sagt er in Philipper 4,15-16: "Ihr wisst ..., dass ... als ich aus Mazedonien wegging, keine Versammlung mir in Bezug auf Geben und Empfangen mitgeteilt hat, als nur ihr allein. Denn auch in Thessalonich habt ihr mir einmal und zweimal für meine Notdurft gesandt."Sie waren Partner an seinem Dienst; denn durch ihre finanzielle Unterstützung war er in der Lage, das Evangelium erfolgreicher zu verkündigen. - Die Philipper wussten, dass Paulus die ungeheuren Sorgen für alle Gemeinden auf dem Herzen trug. Der Liste all dessen, was er als Apostel auszuhalten hatte, fügt er hinzu: "Außer dem, was außergewöhnlich ist, noch das, was täglich auf mich eindringt: die Sorge um alle Gemeinden"(2. Kor. 11,28). Die Philipper erleichterten in gewisser Weise diese Last, indem sie fest zu Paulus und zu seiner Lehre und seinem Gott wohlgefälligen Lebensstil standen. Das bereitete ihm große Freude. - Und du? Erhalten deine Leiter durch dich Ermutigung, weil du dich an der Ausbreitung des Evangeliums beteiligst? Mache dir klar, dass du dann teilhast an der heiligen Partnerschaft mit Christus und deinen Mitchristen in diesem Werk, genau wie die Philipper mit Paulus. Freue dich über dies Vorrecht und mache heute das Beste daraus! -Beteilige dich an der heiligen Partnerschaft. Christi und deiner Mitchristen zur Förderung des Evangeliums. John F. MacArthur aus Evangeliums.net

Donnerstag 5.9.2019 – Die aktuelle Studie – Der Fokus: 2.Kor.8,1-15 Die Gebefreudigkeit der Makedonier – 2.Korinther 8,1-5BOOZKO 175 - Die Gemeinschaft unter Christen - koinonia

An Gebefreudigkeit und Freude durch die tiefere Wahrnehmung und den Empfang der Gnade zunehmen

Die Fazination:

2.Korinther 8,1-5 Wir wollen euch jetzt berichten, liebe Geschwister, was die Gnade Gottes in den Gemeinden Mazedoniens bewirkt hat. Sie haben sich nicht nur in schwerer Bedrängnis bewährt, sondern ihre übergroße Freude und ihre tiefe Armut hat sich in den Reichtum ihrer Freigebigkeit verwandelt. Ich bezeuge, dass sie gaben, so viel sie konnten, ja noch mehr: Über ihre Kräfte haben sie freiwillig gegeben. Sie haben sich geradezu aufgedrängt und uns darum gebeten, sich an diesem Werk der Gnade, dem Hilfsdienst für die Heiligen, beteiligen zu dürfen. Sie haben mehr getan, als wir erhofft hatten, denn sie gaben sich geradezu selbst hin - zuerst dem Herrn und dann nach Gottes Willen auch uns. – Paulus erlebt auf seinem Weg durch Mazedonien, in welch bewegender Weise  die Gemeinde dort die Sammlung für die Christen in Jerusalem durchgeführt haben, unter schwierigsten Umständen. Soll die große und relativ wohlhabende Gemeinde in Korinth dahinter weit zurückbleiben? - Paulus geht es nicht um die menschliche Leistung der Makedonier, die jetzt zur Beschämung und Anstachelung der Korinther gerühmt wurde. Das unerwartete Ergebnis der Sammlung, das in seiner Höhe nicht genannt wird, ist „Gnade Gottes“, die in den Gemeinden dort „geschenkt worden ist“. Dass wir von unserer Ichhaftigkeit gelöst werden, die nicht geben mag, dass wir von innen heraus zum Geben und Helfen willig werden, das ist ein Geschenk! Gottes befreiende Gnade hat das in unserem Herzen bewirkt. Werner de Boor aus der „Wuppertaler Studienbibel zum 2.Korintherbrief“ Seite 175

Donnerstag 29.8.2019 – Aktuelle StudieDer Fokus: Joh.15,9-17 Bleiben in der Liebe von JesusJohannes 15,11-14 / 1.Johannes 1,3+4BARWNT 80 – Die Gemeinschaft unter Christen / koinonia

Zunehmend intimere Freundschaft mit Jesus leben, indem wir auf seine Anliegen eingehen, dann entsteht christliche Gemeinschaft mit voller Freude automatisch

Die Faszination:

Johannes 15,11-14 Ich sage euch das, damit meine Freude euch erfüllt. Ja, eure Freude soll vollkommen sein! Ich gebiete euch, einander genauso zu lieben, wie ich euch liebe. Die größte Liebe beweist der, der sein Leben für die Freunde hingibt. Ihr seid meine Freunde, wenn ihr tut, was ich euch auftrage. – 1.Johannes 1,3+4 Was wir gesehen und gehört haben, das verkünden wir auch euch, damit auch ihr Gemeinschaft (Koinonia) mit uns habt. Wir aber haben Gemeinschaft mit dem Vater und mit seinem Sohn Jesus Christus. Wir schreiben dies, damit unsere Freude vollkommen ist.

Es gibt im christlichen Leben eine koinonia, die Freundschaft bedeutet und ein Verbleiben in der Gesellschaft anderer (Apg.2,42 / 2.Kor. 6,4). Es ist sehr interessant zu erfahren, dass diese Freundschaft auf gemeinsame Erkenntnisse der Christen gegründet ist (1.Joh.1,3). Nur diejenigen, die Freunde Christi sind, können in Wirklichkeit auch Freunde untereinander sein. William Barclac aus „Aus dem Wortschatz des neuen Testaments“ Seite 80

Freitag 22.12.2017 – Die Chronik: Die Verherrlichung des Königs - Der Fokus: Die erste Christengemeinschaft Apostelgeschichte 2,42-47 - Apostelgeschichte 2,46+47 - SCHGDK 24 - RUTEAT 17.02. - Die Gemeinschaft unter Christen

Kleingruppen wie Familie leben, wenn Gott selbst zunehmend an Einfluss gewinnt, dann kann er sie vergrößern, bis sie sich immer wieder teilen müssen.

Die Orientierung:

Tag für Tag kamen sie einmütig im Tempel zusammen, und in ihren Häusern brachen sie das Brot und trafen sich mit jubelnder Freude und redlichem Herzen zu gemeinsamen Mahlzeiten. Sie lobten Gott und waren im ganzen Volk angesehen. Täglich fügte der Herr solche, die gerettet wurden, ihrer Gemeinschaft hinzu.

Durch Hauskreise bekommt jedes Gemeinde-Mitglied die Chance, innerhalb der Gesamt-Gemeinde eine Familiengruppe zu finden. Je stärker die Gemeinde wächst, desto wichtiger werden vertrauensvolle Beziehungen im überschaubaren Rahmen. Hauskreise sollten daher von einem Klima aufrichtiger Liebe, gegenseitiger Annahme und herzlicher Gemeinschaft geprägt sein. Viele Menschen werden hier – gerade in einer Zeit wachsender Mobilität – eine Art Ersatzfamilie finden. Sven Schönheit  aus "Gemeinde die Kreise zieht" Seite 24 - Er hat für mich und meine Familie gesorgt, wie ich es niemals selbst hätte tun können. Seitdem wünsche ich mir nie mehr, die Verantwortung für mich und meine Familie wieder selbst zu übernehmen. Ich bin gewiss, dass ich ihm gehöre und er mir. Tim Ruthven aus "Edelsteine Altes Testament" Datum 17.2

7. SONNTAG NACH TRINITATIS 22.7.2012 - Philliper 2,1-4 - FOSNAF 109 - Die Gemeinschaft unter Christen

In der Gemeinschaft des Geistes aufgehen und drin bleiben, dann wissen wir was der Gemeinschaft gut tut  und sie aufblühen lässt.

Der Königsweg: Phil 2,1-4 Gibt es nun irgendwelche Ermahnung in Christus, gibt es Zuspruch der Liebe, gibt es Gemeinschaft des Geistes, gibt es Herzlichkeit und Erbarmen, so machet meine Freude völlig, indem ihr eines Sinnes seid, gleiche Liebe habet, einmütig und auf eines bedacht seid, nichts tut aus Parteigeist oder eitler Ruhmsucht, sondern durch Demut einer den andern höher achtet als sich selbst, indem jeder nicht nur das Seine ins Auge fasst, sondern auch das des andern. - Wir weichen den Problemen aus, wenn wir die Umsetzung dieser Anregungen von Paulus aus eigener Kraft und Weisheit tun wollen, die uns eigentlich in die Abhängigkeit vom Heiligen Geist hineintreiben sollte. – Der Geist Gottes beurteilt die Gedanken und Absichten unseres Herzens sehr genau – unsere und die der anderen. Er will als immer gegenwärtiger Lehrer unser Prophet bei uns sein und uns Anweisungen geben, was wir in jeder einzelnen Situation tun sollen. Richard Foster FOSNAF 109