Der Weg nach Golgatha und die Kreuzigung dort - Matthäus 27,32-44 / Markus 15,21-32 /Lukas 23,26-43 /Johannes 19,17-27 / Psalm 22,1-32 - ca. April 30 nach Christus
Lukas 23,33-43 Die Kreuzigung von Jesus
Lukas 23,33 – Gott und das Kreuz / Die Erlösung - Martin Schleske SCHDKL 164
Lukas 23,33+34 – Die Eigenschaften von Jesus > Das Mitgefühl von Jesus - Pfarrerin Margot Neuffer, Böbingen
Johannes 19,16-27 Jesus wird gekreuzigt
Johannes 19,17 / Johannes 1,29 – Das Leiden und der Tod von Jesus am Kreuz - BUSGDP 96f
Psalm 22,20-23 / 2.Korinther 12,10 – Charles H.Spurgeon – Das Gebet als Anrufen
Lukas 23,33
Samstag 8.12.2012 - Lukas 23,32-43 Die Kreuzigung von Jesus - Lukas 23,33 – Gott und das Kreuz / Die Erlösung - Martin Schleske SCHDKL 164
Durch das Leiden Gottes an Jesus am Kreuz, davon erlöst sein Gott als Mensch sein zu müssen
Die Faszination:
Lukas 23,33 Als sie an den Ort kamen, den man Schädelstätte nennt, kreuzigten sie daselbst ihn und die Übeltäter, den einen zur Rechten, den andern zur Linken.
Jesus leidet an der Selbstpreisgabe Gottes, an einem Gott also, der zeigt, dass er fähig ist, sich nicht alles zu sein; und er leidet zugleich am Menschen, der „sich selbst“ alles ist und nun zeigt, wie sehr er fähig ist Gott zu sein! Am Kreuz offenbart sich dieses entsetzliche Außerhalb Gottes – und zugleich das Innerste der Welt. Es zeigt sich der Grund dafür, dass es mich gibt (die Selbstpreisgabe Gottes), und es zeigt zugleich das Äußerste, zu dem ich fähig bin. Darum offenbaren sich am Kreuz der Grund und zugleich der Abgrund unserer Welt.
Ich muss das Entsetzliche des Kreuzes also als etwas Notwendiges begreifen, weder als ein aktives göttliches Wollen noch als ein passives göttliches Zulassen. Es ist vielmehr notwendige Folge. Es ist das Leiden Gottes – jenes Gottesleiden, das schlicht notwendig ist, damit eine Welt Welt sein kann und nicht Gott sein muss. Martin Schleske SCHDKL164
Ja abba Vater, das ist Dein Schauspiel, durch das Du Dich der Welt zeigst wie Du bist. Lass uns Deine Liebe erkennen, die alle Erkenntnis über Dich übersteigt. Wenn wir dieses Geschehen vorgeführt vom Heiligen Geist anschauen, werden wir gereinigt von unseren falschen Bildern von Dir und dazu verwandelt wie Jesus Deine Liebe zum Ausdruck zu bringen. Es ist nur die Frage wie lange wir es in den Theaterstühlen beim wichtigsten Stück Deines Programms aushalten und Dein Wirken an uns zulassen können.
Zwei Gebete willst Du uns lehren. Wenn wir am Leben und an den Menschen, ja auch an uns verzweifeln, wenn wieder eine neue Hoffnung stirbt, können wir beten: Vater in Deine Hände befehle ich meinen Geist. Und wenn wir mit Menschen konfrontiert sind, die bewusstlos für dein Handeln sind und anderen oder uns weh tun, können wir voll Erbarmen beten: Vater vergib ihnen den sie wissen nicht was sie tun!
Lukas 23,33+34
KARFREITAG 15.4.2022 – Der Predigttext: Lukas 23,33-43 Die Kreuzigung von Jesus - Lukas 23,33+34 – Die Eigenschaften von Jesus > Das Mitgefühl von Jesus - Pfarrerin Margot Neuffer, Böbingen
Jesus unseren Schmerz spüren und heilen lassen, dass wie innerlich heil, ebenso wie er Schmerz begegnen können
Die Faszination:
Lukas 23,33+34 Als sie an die Stelle kamen, die "Schädel" genannt wird, kreuzigten sie ihn und die beiden Verbrecher, den einen rechts und den anderen links von ihm. Jesus sagte: "Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun!" Aber die Soldaten verlosten seine Kleider unter sich.
Ob wir als Zuschauer unter dem Kreuz mit diesen beiden Menschen – immerhin ein Verbrecher und ein Henker – mitgekommen wären? In dem Moment, wo ich sehe, wie sie berührt sind, berühren sie auch mich. Da erscheinen sie menschlich. Von diesem Blickwinkel aus möchte ich noch einmal die Frage aufwerfen, was es für uns bedeutet, dass Jesus leidet und stirbt. Es geht nicht darum, Leiden an sich gutzuheißen. Am Kreuz soll uns aufgehen, dass es keinen Bereich in unserem Leben gibt, wo Gott nicht mehr dazu kommt. In Jesus spürt Gott zu uns hin. Gott tut ja nicht nur so, als wäre er Mensch. Er ist es auch. Er spürt den Schmerz, den wir kaum aushalten; er fühlt die Traurigkeit, die uns bleischwer macht; er kennt die Angst, die uns den Atem einschnürt, und er teilt das Leid, für das wir keine Worte haben. Nichts erspart sich Gott, um mit uns in Beziehung zu sein. Eine echte Beziehung ist freilich nur da, wo man sich spürt und berührt. Da braucht es keine Informationen. Man muss nicht Beruf, Herkunft und Alter eines Menschen kennen, um mit ihm in der Tiefe verbunden zu sein. Auch der Säugling im Arm seiner Mutter weiß nicht, wer sie ist, und lebt doch ganz in und aus der Beziehung zu ihr. Ebenso wenig ahnt die Mutter, wer ihr Neugeborenes einmal sein wird. Und doch wird sie in der Beziehung zu ihm neu. - Wie ernst es Gott damit ist, mit uns in Beziehung zu sein, wird am Kreuz offenbar. Hier spürt Gott zu uns hin bis in die tiefsten Abgründe unseres Menschseins. Dies kann in seiner ganzen Dimension freilich nur der erfassen, der mehr ist als Zuschauer. Dem, der sich in Beziehung zu Gott wiederfindet, geht Gott im Leben auf. Pfarrerin Margot Neuffer, Böbingen aus ihrer Predigt zum Karfreitag 2022
Johannes 19,17 / Johannes 1,29
Montag 22.5.2023 – Der Fokus: Johannes 19,16-27 Jesus wird gekreuzigt - Johannes 19,17 / Johannes 1,29 – Das Leiden und der Tod von Jesus am Kreuz - BUSGDP 96f
Am wichtigsten Altar Gottes dem Kreuz zunehmend länger knien und anbeten, um die Liebe von Jesus Christus zu erkennen, die alle Erkenntnis übertrifft
Die Tragik
Johannes 19,17 Er trug sein Kreuz selbst und schleppte sich aus der Stadt hinaus zu dem
Das Kreuz ist eine typische menschliche Erfindung. In Karthago wurde es erfunden und die Römer haben es von ihnen übernommen. Was muss das für ein krankes Hirn gewesen sein, das sich so etwas ausdachte. Origines berichtet, das Gekreuzigte oft noch zwei Tage lang am Kreuz überlebt haben. Und nun – das ist das Wunder des Karfreitags – nimmt Gott dies greuliche Kreuz, dieses abscheuliche Menschending und weiht es zum heiligen Gegenstand. Er macht aus diesem Kreuz einen Altar, einen Altar Gottes – einen Altar, auf dem ein Opfer gefordert wird, das endlich, endlich Frieden macht zwischen Gott und Mensch. Und das Opfer, das alle anderen Opfer unnötig macht, ist Jesus. „Siehe da ist das Lamm, welches der Welt Sünde trägt.“ (Johannes 1,29) Wilhelm Busch aus „Gegenstände der Passion“ Seite 96f
Psalm 22,20-23 / 2.Korinther 12,10
Freitag 12.4.2019 – Die Chronik: Die Passion des Königs – Der Fokus: Psalm 22 – Psalm 22,20-23 / 2.Korinther 12,10 – Charles H.Spurgeon – Das Gebet als Anrufen
In den Herausforderungen und Anfechtungen, wieder neu die Nähe Gottes suchen, indem wir zu zu ihm schreien und flehen, dass wir wieder innere Ordnung ausleben können.
Der Lebensstil:
Psalm 22,20-23 Aber du, HERR, sei nicht ferne; meine Stärke, eile, mir zu helfen! Errette meine Seele vom Schwert, meine einsame von den Hunden!Hilf mir aus dem Rachen des Löwen und errette mich von den Einhörnern! Ich will deinen Namen predigen meinen Brüdern; ich will dich in der Gemeinde rühmen.
Aber Du, Herr, sei nicht ferne! Der unbesiegbare Glaube von Jesus geht wieder dazu über, den Himmel zu stürmen, und bedient sich dazu dem Mittel wie immer, nämlich das des dringenden Flehens. Er wiederholt die Bitte, welche er schon vorher so herzbewegend vorgebracht hatte. Nichts als seinen Gott begehrt er, selbst im größten Elend. Er bittet aber nicht einmal um eine besonders trostreiche, besonders nahe Offenbarung der Gegenwart Gottes; er will schon zufrieden sein, wenn Gott nur nicht ferne von ihm ist. Solch demütig bescheidenes Bitten ist guter Erfolg am Thron der Gnade gewiss. Meine Stärke, eile mir zu helfen! Große Not erfordert schnelle Hilfe. Wenn die Notwendigkeit es rechtfertigt, dürfen wir Gott bestürmen, selbst was die Zeit der Hilfe betrifft, und dürfen rufen: Eile, mir zu helfen; aber nie ist es erlaubt, dies aus Eigensinn zu tun. Man beachte, wie Jesus in seiner äußersten Schwäche Jahwe seine Stärke nennt. Seinem Vorbild folgend dürfen auch wir im Glauben singen: Wenn ich schwach bin, so bin ich stark (2.Kor. 12,10). Charles H.Spurgeon aus Evangeliums.net