Lukas 15,1-32 - Als Verlorene oder als sich selbst verlierende von Gott aufgenommen und wieder hergestellt werden - Jan.30 nach Christus

Luk.15,1 Das verlorene Schaf - Luk.15,8 Die verlorene Drachme - Luk.15,11 Der verlorene Sohn

Montag 12.11.2012 - Die Chronik: Die Passion des Königs - Der Fokus: Lukas 15.1-32 - Lukas 15,8 - GRÜWZL 349 - Die Ganzheit der Person - EJWZL

Alle Anteile des Lebens in sich zulassen und in Christus vereinigen lassen, um alles Verlorene und scheinbar Sinnlose ins Ganze unserer Persönlichkeit von Gott zu seiner Ehre integrieren lassen zu können.

Die Orientierung:

Lukas 15,8 Oder welche Frau, die zehn Drachmen hat, wenn sie eine Drachme verliert, zündet nicht ein Licht an und kehrt das Haus und sucht mit Fleiß, bis sie sie findet? 

Die Frau hat eine von zehn Drachmen verloren. Zehn ist die Zahl der Ganzheit. Eins ist ein Bild für die Einheit. Wenn die Frau eine Drachme verloren hat, fällt sie aus ihrer Ganzheit, aus ihrer Einheit mit sich selbst und mit Gott. Sie hat ihre Mitte verloren. Und ohne diese Mitte nützen ihr die neun Drachmen  auch nichts. Sie fallen auseinander. Sie sind nicht mehr miteinander verbunden. Die Frau weiß um ihren Verlust. Sie hat sich selbst verloren. Gregor von Nyssa deutet die Drachme als Bild für Christus. Psychologisch könnte man sagen, die Drachme symbolisiert das Selbst. Wer sein Selbst verloren hat, der tut nach außen Vieles. Aber allem fehlt die Mitte, die Kraft, die Klarheit. - Die Frau fegt das ganze Haus aus. Sie fegt den Schmutz weg, der sich auf den Boden ihres Hauses gelegt hat. Gregor von Nyssa deutet diesen Schmutz als Bild für die Unachtsamkeit, mit der wir leben. Wenn wir uns unachtsam auf viele Aktivitäten einlassen, dann verschmutzt unser Haus. Wir sind nicht mehr Herr im Haus. Es legt sich eine Schicht von Staub auf den Boden unserer Seele. So müssen wir kräftig fegen, um wieder an den ursprünglichen Glanz unserer Seele zu gelangen. Anselm Grün aus "Jesus, Wege zum Leben" Seite 349

Ja abba Vater, für die Ganzheit und die Einheit, die Du in meinem Leben schon bewirkt hast, weil Du die eine wunderbare Münze Christus in meinem Leben finden konntest. Ja so setze Du diesen Prozess fort, dass Du die Mitte in allem bist, dass alles mit dieser Mitte verbunden ist und dass ich nichts mehr ohne diese Mitte, ohne Dich tun kann. Immer noch verliere ich mich im Lauf des Tages, bin nicht genügend achtsam, bei mir selbst und in Christus. So kann meine Seele nicht genug glänzen, mir Licht geben für den Tag und mein Leben. So lösen sich Komplexe nicht auf, die meinen Lebensfluss noch behindern, die mich bremsen, dass ich in meine Berufung ganz freigesetzt werden kann. Ja ich möchte Dich wie die Frau in meinem Leben wirken lassen, Dir mehr Zeit geben, bis ich noch gesammelter mit Dir leben kann und Ganzheit und Einheit um mich entstehen lassen kann.

28.2.2019

Danke Vater für die wunderbare Erfahrung heute Morgen, nur allein durch das Nachvollziehen dieser Inspiration. Gestern abernd wurde etwas herausgebrochen aus meinem Leben und heute Morgen konnte es durch Dich wieder integriert werden und so fühle ich mich heute Morgen wieder als ganzer und in sich geschlossener, weil geliebter Mensch!