Die Frau

Die nicht zu stillende Sehnsucht der Frau GRÜWZL 491

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Richter 5,1+2+31

Mittwoch 30.10.2013 – Der Fokus: Richter 5,1-31 Deborahs SiegesliedRichter 5,1+2+31 - Der Christ als Sonne / Die Frau - RAGBDI 53 Das Lied: Wenn Dein Geist meinen Sinn ergreift …

Das Lachen und Singen über die Siege Gottes – in diesem Fall eingeleitet durch eine Frau - soll sich durch uns fortsetzen und kein Ende finden.

Die Faszination: 

Richter 5,1+2+31 Da sangen Debora und Barak, der Sohn des Abinoams, in jener Zeit und sprachen: Lobet den HERRN, daß Führer in Israel anführten, dass willig sich zeigte das Volk! Also müssen umkommen, oh HERR, alle deine Feinde; die aber Ihn lieben, müssen sein wie die Sonne, wenn sie aufgeht in ihrer Macht! Und das Land hatte Ruhe, vierzig Jahre lang. 

Was uns an dieser Geschichte besonders auffallen muss, ist der Umstand, dass es eine Frau ist, die darin führend und rettend hervortritt. – Es offenbart sich darin wieder die Macht der Unmittelbarkeit. Sie tritt in der Frau eben stärker hervor als im Mann. Die Frau ist insofern Gott näher als der Mann. Sie ist nicht durch die Reflexion von Gott getrennt. Sie wird direkter von seinem Geist ergriffen. Sie wird nicht durch Überlegungen der Klugheit und Feigheit zurückgehalten. Sie ist tapferer als der Mann. Leonhard Ragaz aus „Die Bibel eine Deutung – Israel / Die Propheten“ Seite 53 


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Richter 11,36+37

Montag 8.4.2013 - Die Chronik: Die Gründerzeit des ersten Staates Israel - Der Fokus: Das tragische Gelübde Jephtas Richter 11,29-40 - Richter 11,36+37 - RAGBDI 77 -  Die Fähigkeit Gottes Opfer zu bringen - Die Fähigkeit als Christ Opfer zu bringen

Von Gottes Opfer lernen, als Christ Opfer unterschiedlichster Art zu bringen, um dadurch ein Zeugnis von ihm zu sein

Die Orientierung:

Richter 11,36+37 Sie aber sprach zu ihm: Mein Vater, hast du deinen Mund dem HERRN gegenüber aufgetan, so tue an mir, wie es aus deinem Munde gegangen ist, nachdem der HERR dich an deinen Feinden, den Kindern Ammon, gerächt hat! Und sie sprach zu ihrem Vater: Das werde mir gestattet, dass  du mich zwei Monate lang verschonest, damit ich auf die Berge steigen und über meine Ehelosigkeit mit meinen Freundinnen weinen kann.

Die Tochter Jephtas illustriert auch großartig und ergreifend die höchste Begabung und Berufung der Frau überhaupt: die Fähigkeit und Willigkeit, den Mann zum Opfer zu ermutigen und selbst das Opfer zu bringen. – Die tiefste Kraft aller Geschichte ist nicht die Gewalt, sondern das Opfer. Nicht das Schwert schafft den Sieg, sondern das Kreuz, nicht das Vergießen fremden Blutes, sondern des eigenen. Der echte Siegesweg der Völker geht durch ihre Opfer hindurch. Auch der Weg jedes Führers, besonders dessen, der von unten kommt, geht durch schwere, oft furchtbare Opfer, Opfer oft am Liebsten und Teuersten. Durch das Opfer wird die Gewalt gebrochen und gesühnt. Wie tragisch, aber auch wie notwendig ist die Geschichte von Jephtas Tochter. Leonhard Ragaz aus "Die Bibel eine Deutung - Die Geschichte Israels" Seite 77