Sich von Jesus immer wieder pflegen und reinigen lassen, um ihm dies dann an unseren Glaubensgeschwistern nachzumachen - Mar.14,17 - Joh.13,1-20 - Apr.30 nach Christus

Dienstag 7.4.2020 – Die aktuelle Studie – Psalm 89,39-43 / Johannes 13,3Der Schmerzensmann JesusSCHEVA 475+476

Versinken und ertrinken im Todeskampf, obwohl Jesus schwimmen kann, das war der Wille seines Vaters

Die Tragik:

Rechts und links und hinter sich alle Türen offen zu einem Entrinnen, dennoch vorwärtszugehen und hindurchzuschreiten. Am Schluss des Psalms 89 schildert der Prophet diese agonia von Gethsemane, diesen Todeskampf und dieses Versinken in seinen Wogen:

Psalm 89,39-43 Und doch hast du verstoßen und verworfen; du wurdest zornig auf deinen Gesalbten, hast den Bund mit deinem Diener widerrufen, seine Krone in den Schmutz getreten. All seine Mauern hast du eingerissen, / seine Burgen in Trümmer gelegt. Alle, die vorbeikommen, plündern ihn aus. Den Nachbarn dient er zum Gespött. Seinen Bedrängern gabst du den Sieg, / alle seine Feinde hast du erfreut.

Dieser ganze Kampf würde kein ehrlicher Kampf sein, wenn jenes letzte „Warum“ am Kreuz nicht furchtbare Wirklichkeit wäre. Auf wen Gott so herniederbricht wie auf den Mann in Gethsemane, dem muss das Ende gekommen scheinen; der muss am Sinn alles Seins verzweifeln; - Nicht vorüber gehen, nein, mittenhindurch, das ist das Geheimnis dieser Stunde. Das ist es was der Vater will. Paul Schütz aus „Evangelium“ Seite 475+476

Johannes 13,3 Jesus aber wusste, dass der Vater ihm uneingeschränkte Macht über alles gegeben hatte und dass er von Gott gekommen war und bald wieder zu Gott zurückkehren würde.

Ja mein lieber Rabbi, gerne würde ich jetzt eine Stunde an Deiner Seite wachen, wenn ich jetzt gerade Zeit hätte. Aber ich werde es heute noch tun, solange wie möglich. Ich möchte an Deiner Seite sein und das verstehen, was damals passiert ist. Du versinkst im Todeskampf, wie im Meer, obwohl Du schwimmen kannst. Du versuchst Dich noch über Wasser zu halten, aber Gottes Wille ist Versinken, bis der Tod eintritt.

Donnerstag 9.4.2009 - GRÜNDONNERSTAG - Predigttext: Johannes 13,1-15+34+35 - Johannes 13,14+15 -GRÜWZL 544 - Die Sünden gegenseitig bereinigen  

Wenn wir sündige und schmerzliche Verhaltensweisen an einem unserer Glaubensgeschwistern sehen, dann begeben wir uns innerlich am Besten auf die Knie, wie ein medizinischer Fußpfleger und lassen uns inspirieren, sie wie zerschundene Füße zu heilen, zu reinigen und zu pflegen  

Der Lebensstil:

Johannes 13,14+15 Wenn nun ich, der Herr und der Rabbi, euch die Füße gewaschen habe, dann seid auch ihr verpflichtet, euch gegenseitig die Füße zu waschen. Ich habe euch ein Beispiel gegeben, damit ihr genauso handelt.

Jesu Handeln ist Vorbild für uns Christen. Fußwaschung bedeutet dabei mehr, als nur einander zu dienen. Wie Jesus sollen wir uns hinabbeugen zu unseren Brüdern und Schwestern und sie dort berühren, wo sie schmutzig sind, wo sie sich selbst nicht annehmen können. Wir sollen sie durch unsere Liebe reinigen. Wer sich geliebt weiß, fühlt sich rein und lauter. Er hört auf sich mit Schuldgefühlen zu zerfleischen. Die bedingungslose Liebe befreit ihn von seiner Selbstentwertung und Selbstverachtung. Und wir sollen einander an unseren Wunden berühren. Wer die eitrige Wunde des anderen berührt, macht sich die Hände schmutzig. Es braucht ein liebevolles und zärtliches Berühren, ein Salben mit dem Öl der Liebe, damit die Wunden heilen können. Anselm Grün aus "Jesus, Wege zum Leben" Seite 544

Ja Rabbi mein König, heute halte ich Dir wieder meine Füße hin, um sie von Dir waschen und einsalben zu lassen. Wenn ich mir meines Schmutzes bewusst werde, dann kann ich mit unter Deinen Jüngern sitzen, die alle schmutzige Füße haben. Da bleibt jegliches Richten im Halse stecken und wir bleiben eine Gemeinschaft von Sündern, die sich dauernd von Jesus die Füße waschen lassen müssen. Wenn ich meine Füße habe waschen lassen kann, dann kann ich wie Du Jesus auch die Sünden mit Liebe abwaschen.