2.Mose 34,27+28

Freitag 6.9.2013 – Der Fokus: 2.Mose 34,18-28 Das Verhalten bei Festen und Sabbate wird angeordnet -  2.Mose 34,27+28Der übergeordnete Sinn der 10 Worte - JVTWZF 10+17

Besonders die zehn Worte Gottes verinnerlichen und dessen Verwirklichung in uns durch Christus ermöglichen, dass wir mit Gott umarmt in seinem Bund bleiben

Die Orientierung:

2.Mose 34,27+28 Und der HERR sprach zu Mose: Schreibe diese Worte; denn nach diesen Worten habe ich mit dir und mit Israel einen Bund gemacht. Und er war daselbst bei dem HERRN vierzig Tage und vierzig Nächte lang und aß kein Brot und trank kein Wasser. Und er schrieb auf die Tafeln die Worte des Bundes, die zehn Worte.

Im Gegensatz zu einigen Übersetzungen lautet der hebräische Urtext  „asheret ha-debarim“, „die zehn Worte“. Es handelt sich um zehn Sprüche; zehn ganze Sätze, wohlgemerkt, nicht zehn einzelne Wörter. - In diesem Buch verwende ich grundsätzlich den Ausdruck „die zehn Worte“. Diese Nuancierung hat ihre Bedeutung. Auch wenn das Wort Gottes an sich „exekutiv“ ist, das heißt es erfüllt, was es ausdrückt, so ist ein Wort doch nicht das gleiche wie ein Gebot. Mit dem Ausdruck „Gebot“ verbindet sich für viele Mitmenschen der Begriff „Moral“. Vielleicht hilft ein anderer Ausdruck zu einem tieferen Verständnis  des Glaubens und der Annäherung an das wahre Wesen des Gottes der Bibel und seiner Beziehung zu dem von ihm geschaffenen Universum. - Da der Mensch kein Roboter ist, kann Gott nicht einseitig durch ein Gesetz oder einen Beschluss Leben und Freiheit erteilen. Damit dieses Geschenk Wirkkraft bekommt, muss es von den Empfängern in den konkreten Umständen ihres Daseins umgesetzt werden. Das Geschenk muss zur Lebensweise werden. Frere John von Taize aus "Wege zur Freiheit" Seite 10+17

Mittwoch 25.9.2013 - Die Bücherstudie: Weg zur Freiheit - Der Fokus: Psalm 104,1-38 Lob dem Gott der Schöpfung - Psalm 104,29-31 – JVTWZF 76 - 5. Du sollst nicht töten

Den lebensspendenden Atem Gottes wahrnehmen und das eigene Leben wertschätzen, dass Menschen in unserer Nähe aufatmen können und nicht außer Atem kommen

Die Faszination:

Psalm 104,29-31 Verbirgst du dein Antlitz, so erschrecken sie; nimmst du ihren Odem weg, so vergehen sie und werden wieder zu Staub; sendest du deinen Odem aus, so werden sie erschaffen, und du erneuerst die Gestalt der Erde. Die Herrlichkeit des HERRN währe ewig! Möge der HERR Freude erleben an seinen Werken!

Die antiken Völker sahen einen offenkundigen Unterschied zwischen den Lebenden und den Toten darin, dass in den Körpern der Lebenden Luft ein- und ausströmt. Der Begriff der „bewegten Luft“ wird in modernen Sprachen mit „Atem“, „Wind“ oder „Geist“ übersetzt, aber in den antiken Sprachen ist all dies ein einziger Begriff, der außerdem eng mit dem der Gottheit verknüpft ist. Die zweite, ältere Erzählung der Schöpfungsgeschichte im Buch Genesis beschreibt den Ursprung der Menschheit als das Handeln eines Gottes, der in der Nase eines aus Lehm geformten Geschöpfes Atem hineinbläst. – Der Mensch trägt in sich etwas, das direkt vom Schöpfer kommt und niemals auf diese Welt reduziert werden kann. Seine Heimat ist Gott, deshalb kann der Psalm 104 vom Tod als eine Art Ent-Schöpfung sprechen, von einer Umkehrbewegung, in welcher der Atem des Lebens zu Gott zurückkehrt und Adam (Mensch) wieder in die adamah „Erde“ zurücksinkt. Frere John von Taize JVTWZF 76

Montag 30.9.2013 - Die Bücherstudie: Weg zur Freiheit - Frere John von Taize - Matthäus 19,6 - JVTWZF 91 - 6.Gebot Du sollst nicht Ehe brechen - Die Tugend Treue - Die Sexualität

In bewusster und treuer Verbindung mit dem Mysterium des Lebens, in der Sexualität verbunden, neue und dauerhafte, segensreiche Beziehungswirklichkeiten entstehen lassen.

Die Orientierung:

Matthäus 19,6 „Was aber Gott verbunden hat, das darf der Mensch nicht trennen.“

Letztendlich sind wir durch unsere Sexualität auf körperlicher Ebene mit dem Ursprung des Lebens und der Schöpfung verbunden. In traditionellen Gesellschaften und auf besondere Weise in der Bibel ist alles was mit dem Mysterium des Lebens verbunden ist heilig und daher von größter Bedeutung. Wenn die Sexualität in diesem Zusammenhang verliert, führt diese notwendigerweise zu ihrer Banalisierung. Früher oder später wird sich diese Entwicklung in einer Entwertung des Lebens niederschlagen. - Jede wahrhaft menschliche Beziehung bedarf der Treue - wir müssen uns darauf verlassen können, dass Menschen sich uns gegenüber so verhalten, wie sie es in der Vergangenheit getan haben. Eine solche Kontinuität des Verhaltens gründet auf der Kontinuität der Persönlichkeit. - Wir müssen daran glauben können, dass trotz der unabwendbaren Unbeständigkeit unserer persönlichen und gemeinsamen Geschichte der andere im Grunde er selber bleibt. Ohne eine solche Treue ist Vertrauen nicht möglich, und auch nicht eine menschliche Gesellschaft, die diesen Namen verdient. Frere John von Taize aus "Weg zum Leben" Seite 91